FAQs - Häufige Fragen

Im folgenden finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten erreichen. Darüber hinaus gehende Themen werden ausführlich in unserer Wissensdatenbank beantwortet.


EMIL-Plattform, EMIL, RheMIT, EMILIE? Ich bin verwirrt!

Die EMIL-Plattform ist ein wissenschaftliches Dokumentationssystem aus der itc-ms Feder, das für verschiedenste Indikationen und Aufgaben konfiguriert und erweitert werden kann. Die Plattform verfügt über professionelle Hilfsmittel die es ermöglichen, vielfachen Nutzen aus Ihren Daten zu ziehen, auch in der Alltagsarbeit. Da wir diese Plattform sehr stark parametrierbar und anpassbar konzipiert haben, können wir darauf aufbauend Systeme für verschiedene Indikationen und auch verschiedene Aufgaben erstellen. Beispiele dafür sind unser EMIL Dokumentationssystem für Diabetes (auch Onkologie und Gastroenterologie) sowie das für den BDRh (Berufsverband der Rheumatologen Deutschland) erstellellte RheMIT. Daneben wird die EMIL-Plattform für spezielle Nischenindikationen wie z.B. seltene Erkrankungen eingesetzt, die in üblichen Systemen nicht hinreichend abgebildet werden können.

EMILIE ist eine eDMP-Lösung, die für sich und auch voll eingebettet in die EMIL-Plattform sowie Mitbewerbersysteme (z.B. DPV) betrieben werden kann. EMILIE ist bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die eDMP Abrechnung zertifiziert.


Wo liegen unsere Daten? Datenschutz?

Alle Daten der EMIL-Plattform bleiben bei Ihnen im Hause und werden auf dem Praxisserver oder einem Server in Ihrer Einrichtung/Klinik gespeichert. Es bestehen auch keine automatisierten Verbindungen zu irgendwelchen Cloudspeichern. Unsere Serverkomponenten bauen keine Verbindungen ins Internet auf.

Eine Internet-Verbindung wird - wenn überhaupt - nur von Clients aufgebaut, wenn diese z.B. eine Lizenz online abrufen, eine Online-Aktualisierung durchführen oder verschlüsselte Daten im Rahmen der Versorgungsverträge versenden. Werden Daten so versendet, sind sie mit gängigen asymetrischen Verfahren sicher verschlüsselt.

Sie finden unser Datenschutzkonzept hier.


Kann man Änderungen nachvollziehen?

Ja. Unsere Systeme verfügen über einen lückenlosen Audit Trail (=Änderungsprotokoll) auf Feldebene, der jeden Wert, der jemals in der Datenbank gespeichert wurde, mit Zeitpunkt und Herkunft protokolliert und auch Rechtsklick zugänglich ist. Dies ist eine elementare Voraussetzung für die saubere wissenschaftliche Dokumentation und für klinische Studien.


Ersetzen EMIL bzw. RheMIT ein Praxisverwaltungssystem?

Nein. Unsere Systeme ergänzen Praxisverwaltungssysteme um wissenschaftliche und strukturierte Datenverarbeitung und verfügen über ausgefeilte Schnittstellen, um Doppeleingaben zu vermeiden. EMILIE ergänzt das Ganze schließlich um eine KBV zertifizierte eDMP Lösung.

EMIL und RheMIT sind keine KV zertifizierte Praxissysteme und können daher keine KV Abrechnung durchführen. Dadurch ist uns leider der Zugang zu den meisten Funktionalitäten der Telematik Infrastruktur verwehrt, da die KBV unabhängig von Sinnhaftigkeit alle Zertifizierungsregeln ausschließlich auf abrechnende Praxissysteme zugeschnitten hat. Die EMIL-Plattformsysteme können jedoch z.B. auf die eGK-Lesegeräte in der Telematik Infrastruktur und auch den KIM Dienst zugreifen (Plus Funktionalität).


Was ist der Unterschied zwischen Basis und Plus?

Die Basisversionen von EMIL Diabetes und RheMIT wurden konzipiert, um Dokumentationsbedürfnisse für die grundsätzliche Qualitätssicherung und die Teilnahme an Versorgungsverträgen und vorgegebenen Studien zu ermöglichen. Plus fügt eine Vielzahl Alltagsfunktionen und auch Funktionen für die Forschung hinzu. Dazu gehören zum einen eine vorlagenbasierte Briefschreibung, die auf Basis Ihrer eigenen Vorlagen druckfertige Briefe in perfektem Layout erzeugt. Plus fügt auch Funktionen für Bilder, Scans, Anbindungen z.B. an Sonografiegeräte, Kameras etc. sowie die Möglichkeit hinzu, beliebige eigene Feldstrukturen und Studien in der Patientenakte zu definieren. Unser immer wieder für AHA-Effekte sorgendes Abfragemodul in der Plus Variante kann Ihren Datenbestand in natürlicher Sprache nach beliebig komplexen Bedingungen durchsuchen und grafisch auswerten. Ganz ohne Statistiker.

Die genauen Unterschiede finden Sie in unerer Feature Matrix.


Wie sieht es mit Schnittstellen aus?

Wir eine Vielzahl Schnittstellen integriert, da vermeidbare Doppeleingaben das Grauen im Alltag sind. Mit diesen kann man Daten aus anderen Systemen empfangen, damit synchronisieren und auch an andere Systeme weitergeben. Schnittstellen zum Praxissystem, zu eGK Lesegeräten und zum Praxislabor sind in allen Versionen vorhanden. Indikationsspezifisch sind weitere Schnittstellen vorhanden, z.B. Schnittstellen zu Tablet-Questionnaries in der Rheumatologie. Die Plus-Variante fügt weitere Schnittstellen zu Sonografiegeräten, Kameras, Scannern, FAX-Gateways, KIM und mehr hinzu.

Für das Klinik-Umfeld können wir über unser Zusatzmodul ITC-Connect Verbindungen zu allen gängigen Klinikinformationssystemen (z.B. Orbis, SAP...), Komunikationsservern (z.B. Cloverleaf) und Labors herstellen.


Kann man Daten aus anderen Systemen übernehmen?

Ja. Wir haben natürlich Importfunktionen für unser EMIL4 und EMILIE aber auch indikationsspezifische wie solche für Rheumadok und DocuMed.Rh in der Rheumatologie. Des Weiteren können Fremdsystemhersteller über das EMIL-Plattform-API selbst Schnittstellen entwickeln, mit denen Daten aus anderen Systemen importiert werden können.


Kann man mit Statistiksystemen wie R direkt auf die Daten zugreifen?

Ja. Wir haben extra dafür eine Schnittstelle integriert, mit der Statistiker nach einer Zulassung durch den Administrator direkt und unkompliziert auf die Datenbank zugreifen können, ohne dass dazu spezielle IT- oder SQL-Kenntnisse oder besondere Aktivitäten der IT Abteilung erforderlich sind. Diese Schnittstelle ist bereits in der Basisversion aller EMIL-Plattformsysteme enthalten. Weitere Informationen finden sich in der Dokumentation unter Query-Schnittstelle.


Haben die EMIL-Plattformsysteme Medizinproduktstatus?

Nein. Diese Systeme sind entsprechend ihrer Zweckbestimmung explizit keine Medizinprodukte im Sinne der europäischen MDR (Medical Device Regulation), sondern wissenschaftliche Dokumentationssysteme. Für diese Zweckbestimmung ist keine Zertifizierung als Medizinprodukt erforderlich. Sie wäre sogar eher hinderlich, da er raschere Aktualisierung und die Weiterentwicklung durch erforderliche Rezertifizierungen hemmen würde.

Wir wären durchaus interessiert, Module unseres Systems in der Klasse I zertifizieren zu lassen, da wir als Hersteller nach einer Einschätzung qualifizierter Institute bereits die erforderlichen Qualitätserfordernisse erfüllen, jedoch wurde mit der europäischen Regelung die Klasse I der Software-Medizinprodukte faktisch abgeschafft und die daher erforderliche Klasse II Zertifizierung ist für kleine Unternehmen wie ITC (und viele andere KMUs) praktisch unmöglich. Eine profunde Erläuterung dieser Problematik finden Sie beim renommierten Johner Institut.

Für eine Übergangsfrist konnten manche Systeme die Klasse I behalten, sind aber in absehbarer Zeit gezwungen, eine Rezertifizierung nach Klasse II durchzuführen, was aus den zuvor genannten Gründen schwer erfüllbar ist. Da wir unseren Kunden nichts anbieten, was wir nicht langfristig garantieren können, haben wir von diesem Thema die Finger gelassen.