Probeninformationen und Laborliste (+)

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Probeninformationen und Laborliste (+)

Im Laborbereich gibt es zwei Wege an die fachlichen Angaben zu den Proben: die Probeninfo zu einer einzelnen Probe und die Laborliste als Excel-Ausgabe der gesamten angezeigten Liste. Beide zeigen ausschließlich das, was im Dictionary ausdrücklich freigegeben ist.

Probeninfo

Der Punkt Probeninfo … im Kontextmenü öffnet eine schlichte Liste aus Parameter und Wert. Sie beantwortet die Frage, die im Labor täglich aufkommt: Was weiß ich über diese Probe, ohne die Akte zu öffnen?

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Im Kopf stehen der Probencode, der Abnahmezeitpunkt und die Reservierung – also ob und für wen beziehungsweise für welches Projekt die Probe festgehalten ist. Ist sie frei, steht dort ausdrücklich „Nicht reserviert"; so ist ein freier Zustand von einer fehlenden Angabe zu unterscheiden. Aliquots erben die Reservierung ihrer Hauptprobe.

Darunter folgen alle freigegebenen Parameter, jeweils mit dem Stand zum Zeitpunkt der Abnahme. Verlaufswerte tragen ihr Datum mit, Stammdaten gelten immer. Das Geburtsdatum erscheint als Alter bei Probennahme. Parameter ohne Wert bleiben in der Liste stehen und werden als leer gekennzeichnet – der Laborant sieht damit, dass ein Feld freigegeben, aber nicht dokumentiert ist.

Für einen reinen Laborzugang tritt die Probeninfo an die Stelle des Menüpunkts „Zum Patienten": sie ist dort der einzige Zugang zu Patientenangaben, und sie zeigt genau die Menge, die für das Labor freigegeben wurde.

Zum Patienten selbst steht in der Probeninfo grundsätzlich kein Name, sondern nur die pseudonyme Patient-ID – dieselbe Nummer, die auch die Laborliste ausgibt, und das unabhängig davon, wer den Dialog öffnet. Ganz ohne Bezug ließen sich zwei Proben verschiedener Personen im Dialog nicht auseinanderhalten. Wer die Person braucht, geht über Zum Patienten in die Akte; dort greift die Berechtigung ohnehin. In der Kopfzeile des Audit-Trails entfällt der Name nur für einen reinen Laborzugang.

Laborliste

Der Ribbon-Button Laborliste gibt die gerade angezeigte Liste als Excel-Arbeitsmappe aus. Maßgeblich ist also, welcher Zweig im Baum gewählt ist – ein Klick auf „Eingelagert / Serum" und dann auf „Laborliste" liefert genau diesen Bestand. Die fertige Datei wird nach dem Erzeugen direkt geöffnet.

Die Mappe hat zwei Blätter:

Probenliste – eine Zeile je Probe, Aliquots eingeschlossen, und hinten angehängt je eine Spalte pro freigegebenem Dictionary-Feld. Diese Spalten sind nicht fest vorgegeben: sie ergeben sich aus der Freigabe und ändern sich mit ihr.

Lagerorte – eine Zeile je Aliquot beziehungsweise eingelagertem Röhrchen, bewusst ohne Patientendaten. Dieses Blatt ist für die Arbeit am Freezer gedacht und kann bedenkenlos ausgedruckt herumliegen.

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Auf dem ersten Blatt steht jedes Aliquot unmittelbar hinter seiner Hauptprobe. Zwei Spalten machen den Zusammenhang lesbar: Aliquotnummer und Hauptprobe (der Probencode der Mutterprobe). Bei Hauptproben bleiben beide leer. Sortiert wird nach dem Abnahmezeitpunkt der Gruppe, nicht nach dem der einzelnen Zeile – sonst stünden die Aliquots über die ganze Liste verstreut. Ob eine Gruppe im Grid auf- oder zugeklappt ist, spielt für die Ausgabe keine Rolle; das Einklappen ist rein optisch.

Die Aliquots müssen dafür nicht eigens markiert werden – sie werden über ihre Hauptprobe mitgeholt. Auch hier gilt: das Geburtsdatum erscheint als Alter bei Probennahme, nie als Datum, und der Patient steht nur als Patient-ID.

Box, Reihe und Position werden nicht als eigene Felder geführt. Sie stehen als Freitext neben dem Lagerort – die Ausgabe verbindet Ort und Feinstelle zu einer Angabe, etwa „Freezer 17 Box 3, Slot 4" – oder wahlweise in den drei freien Etikettfeldern.

Abgrenzung zu den anderen Ausgaben

Die Laborliste gibt aus, was gerade im Laborbereich angezeigt wird – mit den freigegebenen Feldern.

Der Export einer Selektion gibt das Ergebnis einer Abfrage de-identifiziert aus, siehe Selektion und Reservierung.

Der Probenexport unter Management|Listen gibt alle Proben im Klartext aus und gehört zur Akte, nicht zum Labor – siehe Probenexport.