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Ein Forschungslabor, das die Patientenakte nicht sehen darf, braucht trotzdem fachliche Angaben zur Probe: Welche Diagnose hat der Patient? Wie alt ist er? Wie hoch war das CRP zum Zeitpunkt der Abnahme? Ohne solche Angaben lässt sich keine sinnvolle Selektion für ein Projekt aufbauen.
Deshalb wird nicht der Zugriff auf die Akte geöffnet, sondern es werden einzelne Felder ausdrücklich freigegeben. Was nicht freigegeben ist, existiert für den Laborbereich nicht.
Die Freigabe erfolgt im Datendictionary je Itemtyp. Wählen Sie das Feld aus und setzen Sie im Kopfbereich der Maske den Haken Für Labor-Modul (LISA) sichtbar – dort, wo auch „Eingeblendet", „Kopieren erlaubt" und „In ITC-App verfügbar machen" stehen.

Der Haken wirkt sofort und für alle Felder gleich – ob Stammdatum, Verlaufsfeld oder Laborwert.
Ein freigegebenes Feld erscheint im Laborbereich an genau drei Stellen – überall mit derselben Menge, es gibt keine zweite Liste, die gesondert gepflegt werden müsste:
•als Kriterium im Abfrageeditor der Selektion – der Baum der auswählbaren Parameter enthält im Laborbereich ausschließlich die freigegebenen Felder;
•als Zeile im Dialog Probeninfo zu einer einzelnen Probe;
•als Spalte in der Laborliste, der Excel-Ausgabe der angezeigten Probenliste.
Ein Unterschied ist zu beachten: Bei der Wertausgabe – Probeninfo und Laborliste – zählen nur Felder, die im Dictionary auch eingeblendet sind. Ein abgeschaltetes Feld erscheint dort nicht, bleibt im Abfrageeditor aber als Kriterium wählbar. Wenn ein Feld im Labor gar nicht vorkommen soll, nehmen Sie ihm den Haken – Ausblenden allein genügt nicht.
Gezeigt wird immer der Stand zum Zeitpunkt der Abnahme: je Parameter der jüngste Eintrag, dessen Visite nicht nach der Abnahme liegt. Stammdaten gelten immer. Das ist die fachlich richtige Sicht – für die Probe im Freezer zählt der Zustand des Patienten, als sie gewonnen wurde, nicht der von heute. Verlaufswerte tragen deshalb in der Anzeige ihr Datum mit.
Das Geburtsdatum ist ein Sonderfall: es erscheint grundsätzlich als Alter bei Probennahme, nie als Datum – im Dialog ebenso wie in der Laborliste und im Selektionsexport.
Gezählt werden die vollendeten Lebensjahre am Tag der Abnahme, kalendarisch gerechnet: Der Wert springt am Geburtstag, nicht irgendwann in dessen Nähe. Das ist dieselbe Rechnung wie beim Alter in der Patientenakte, die Angaben stimmen also überein. Ist das Abnahmedatum unbrauchbar, etwa weil es vor dem Geburtsdatum liegt, bleibt die Angabe leer statt einen unsinnigen Wert zu zeigen.
In der Probeninfo stehen alle freigegebenen Parameter, auch die ohne Wert. Der Laborant sieht damit, dass ein Feld freigegeben, aber nicht dokumentiert ist – ein leeres Feld und ein nicht freigegebenes Feld sind zweierlei.
•Geben Sie so wenig frei wie möglich und so viel wie nötig. Die Freigabe ist der einzige Kanal, über den Patientendaten in den Laborbereich gelangen – sie ist damit die Stellschraube für die Datensparsamkeit des gesamten Moduls.
•Direkt identifizierende Felder – Name, Adresse, Versichertennummer – gehören nicht in die Freigabe. Der Zweck des getrennten Laborbereichs geht sonst verloren.
•Prüfen Sie die Freigabe, bevor Sie einen reinen Laborzugang einrichten. Danach ist sie schwer zu überblicken, weil im Labor nur noch das Ergebnis sichtbar ist.
•Die Freigabe wirkt sich nicht auf die Patientenakte aus: dort ist und bleibt jedes Feld normal sichtbar.