Automatische Datenbankpflege

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Automatische Datenbankpflege

EMIL kann die Datenbank einmal im Monat automatisch reorganisieren. Dazu nimmt der Server das System zum eingestellten Zeitpunkt außer Betrieb, sichert die Datenbank, spielt die Sicherung in eine neue Datei zurück und setzt diese aktiv. Dabei werden leere und gelöschte Bereiche entfernt (die Datei wird kleiner), die Datenbankseiten defragmentiert und alle Indexe neu aufgebaut.

Voraussetzungen und Auswirkungen

•Während der Laufzeit ist EMIL nicht verfügbar. Die FELIX-Schnittstelle nimmt keine MLLP-Nachrichten entgegen, und der Konnektor zur ITC-Patientenapp ist nicht erreichbar.

•In dieser Zeit sollen weder ein Serverneustart noch eine Datensicherung laufen.

•Auf dem Laufwerk der Datenbank muss mindestens das Dreifache der Datenbankgröße frei sein, sonst startet die Pflege nicht.

•Die vorherige Datenbank bleibt als database.monthly.old im Ordner data erhalten. Sie können sie manuell löschen; beim nächsten Lauf wird sie ohnehin überschrieben.

•Wird die maximale Laufzeit überschritten oder schlägt ein Schritt fehl, bricht die Pflege ab und das System startet mit der bisherigen Datenbank.

Die Pflege sollte von IT-Administratoren eingerichtet werden, die die übrigen Abläufe (Sicherung, Schnittstellen) und die Infrastruktur vor Ort kennen.

Einstellungen

Sie richten die Pflege in den Systemeinstellungen unter Technisches|Routinen ein. Sie ist in der Vorgabe ausgeschaltet.

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Einstellung

Bedeutung

Vorgabe

Datenbankwartung

Schaltet die monatliche Pflege ein.

aus

Am ersten ...

Wochentag, an dem die Pflege läuft.

Sonntag

... nach Tag

Tag des Monats, nach dem der gewählte Wochentag liegen muss. So vermeiden Sie z. B. einen Lauf am 1. des Monats.

5

Start (Stunde)

Volle Stunde, zu der die Pflege startet.

23

Maximale Laufzeit (Stunden)

Danach wird die Pflege abgebrochen und EMIL wieder gestartet. So steht das System am Folgetag rechtzeitig zur Verfügung.

5

Selbst bei größeren Datenbanken dauert die Pflege meist nicht länger als eine Stunde. Langsame oder in virtualisierten Umgebungen stark ausgelastete Platten können die Laufzeit verlängern; stellen Sie die maximale Laufzeit deshalb mit Reserve ein.

Datenbank manuell reorganisieren und reparieren

Die folgenden Schritte führen Sie auf der Server-Konsole aus. Sie erfordern IT-Erfahrung und eine Betriebsunterbrechung.

Achtung: gfix und gbak laufen bei großen Datenbanken minutenlang ohne Ausgabe, besonders beim Aufbau der Indexe. Brechen Sie sie nie mit Strg+C ab. Fahren Sie nicht fort, wenn ein Kommando einen Fehler meldet.

In allen Kommandos ist kwamplan das Standardkennwort des Firebird-Benutzers SYSDBA. Ersetzen Sie jjjjmmdd durch das aktuelle Datum.

Vorbereitung

1.Stoppen Sie die Dienste ITC Server Guard und danach Firebird Guardian fbEMIL.

2.Öffnen Sie eine Konsole (Start/cmd).

3.Wechseln Sie in das EMIL-Installationsverzeichnis und dort in den Ordner data. Prüfen Sie mit dir, dass sich die Datei DATABASE.FDB in diesem Ordner befindet.

Reorganisieren

Sichern und Zurückspielen baut die Indexe neu auf und gibt freien Platz frei. Bei einer größeren Datei kann das etwa eine halbe Stunde dauern.

..\firebird\gbak -b -v -user SYSDBA -password kwamplan database.fdb database-jjjjmmdd.fbk

ren database.fdb database-jjjjmmdd.fdb

..\firebird\gbak -r -v -user SYSDBA -password kwamplan database-jjjjmmdd.fbk database.fdb

Starten Sie die Dienste Firebird Guardian fbEMIL und danach ITC Server Guard wieder. Bei den ersten Aufrufen kann EMIL noch langsam antworten, weil der Datenbankserver erst seine Zwischenspeicher füllt. Spätestens ab der dritten oder vierten Patientenakte sollte es spürbar schneller sein.

Datenbank prüfen

Weist das Firebird-Protokoll auf strukturelle Probleme hin (z. B. Consistency Check), kann die Datenbank durch Stromausfall, Betriebssystem- oder Plattenfehler oder einen Virenscanner beschädigt sein. Der Virenscanner sollte zumindest für die Datenbankdatei eine Ausnahme haben.

1.Sichern Sie unbedingt zuerst den aktuellen Stand der Datenbankdatei und heben Sie diese Kopie auf, sie hilft bei der Ursachensuche: copy database.fdb database-jjjjmmdd.fdb

2.Prüfen Sie die Datenbank: ..\firebird\gfix -v -full -user SYSDBA -password kwamplan database.fdb

3.Zeigt das Kommando Fehler an, wiederholen Sie es, solange sich die Fehlermeldungen verändern oder verringern, mindestens aber ein zweites Mal.

4.Starten Sie die Dienste Firebird Guardian fbEMIL und danach ITC Server Guard wieder.

Datenbank reparieren

Konnte die Prüfung die Datenbank nicht reparieren, hilft oft eine Sicherung mit anschließendem Zurückspielen.

1.Stoppen Sie die Dienste wieder, falls Sie sie gestartet haben.

2.Sichern Sie die Datenbank: ..\firebird\gbak -b -v -user SYSDBA -password kwamplan database.fdb database.backup

3.Schlägt die Sicherung fehl, führen Sie ..\firebird\gfix -mend -user SYSDBA -password kwamplan database.fdb aus und wiederholen danach die Sicherung. gfix -mend versetzt die Datenbank auch dann in einen funktionsfähigen Zustand, wenn Strukturen zerstört sind, indem es diese aus der Sicherung ausklammert. Dabei können auch benutzte Bereiche der Datenbankdatei betroffen sein.

4.War die Sicherung erfolgreich, benennen Sie die Datei um und spielen die Sicherung zurück: ren database.fdb database.old und ..\firebird\gbak -r -v -user SYSDBA -password kwamplan database.backup database.fdb

5.Starten Sie die Dienste Firebird Guardian fbEMIL und danach ITC Server Guard wieder.

Prüfen Sie danach den Datenbestand kritisch und bewahren Sie die angefertigte Kopie und die letzte Sicherung unbedingt auf. Hilft auch das nicht, bleibt das Zurückspielen einer Sicherung. Hier kann auch der ITC Service ggf. kostenpflichtig helfen.