ITC-RITA

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ITC-RITA

ITC-RITA steht für „Remote Input & Transfer of Assessments“ und ist ein umfassendes Remote-Data-Entry-System, das als optionale Erweiterung nahtlos in EMIL integriert ist. Die Nutzung setzt eine separat zu erwerbende Lizenz voraus, deren Bedingungen und Preise auf https://itc-ms.de eingesehen werden können.

Das System ermöglicht die Definition von Item-Sets, die flexibel im lokalen Netzwerk auf Tablets oder über ein sicheres Gateway via Internet auf Remote-Geräten ausgefüllt werden. Die erfassten Daten werden unmittelbar in der EMIL-Datenbank gespeichert. Dies erlaubt unter anderem die Einbindung von Studienteilnehmern oder externen Personen, die keinen direkten Zugang zur Hauptanwendung haben. ITC-RITA unterstützt dabei den Großteil der gängigen Item-Typen sowie komplexe Fragebögen, die mit dem integrierten Formulardesigner erstellt wurden.

Als Endgeräte eignen sich alle modernen Tablets, Desktop-Computer sowie – aufgrund der Displaygröße eingeschränkt – Smartphones, sofern sie über einen HTML5-fähigen Browser verfügen. Da ITC-RITA rein webbasiert arbeitet, ist die Installation von Apps oder Zusatzprogrammen nicht erforderlich. Ein wesentlicher Sicherheitsaspekt ist die flüchtige Datenhaltung: Es werden keine Daten dauerhaft auf den Endgeräten gespeichert. Die Bearbeitung erfolgt im Arbeitsspeicher, gefolgt von einer direkten Übertragung an EMIL. Damit bleibt die Datensicherheit auch bei Verlust oder Diebstahl mobiler Geräte gewahrt. Konflikte mit anderen installierten Anwendungen sind systembedingt ausgeschlossen.

Funktionsweise von Rita mit lokalen Tablets

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Die Abbildung verdeutlicht, warum bei RITA keine Daten auf Endgeräten gespeichert werden und auch keine Schnittstellen erforderlich sind.

Für jede Tablet-Sitzung erzeugt der Server zentral und unsichtbar virtuelle Formulare, die von den Endgeräten – wie hier den Patiententablets – per Live-Steuerung bedient werden. Der Patient füllt seine Daten dabei wie gewohnt aus, ohne den technischen Hintergrund wahrnehmen zu müssen. Da alle Eingaben permanent in der zentralen Datenbank zwischengespeichert werden, bleibt der Bearbeitungsstand selbst bei einem Hardware-Ausfall oder leerem Akku vollständig erhalten; die Sitzung kann an jedem anderen Gerät ohne Datenverlust fortgesetzt werden. Ein Austausch oder gar der Diebstahl eines Tablets stellt zudem kein Datenschutzrisiko dar, da zu keinem Zeitpunkt Patientendaten lokal auf dem Endgerät gespeichert werden.

Sobald der Patient seine Eingaben final freigibt, stehen diese sofort und ohne weitere Zwischenschritte in der digitalen Patientenakte zur Verfügung. Dieser Prozess bildet das Ausfüllen von Papierformularen digital ab: Der Patient kann seine Angaben in Ruhe tätigen, prüfen und korrigieren, bevor er sie – analog zur Abgabe an der Rezeption – final sendet. Mit dieser Freigabe wird die Tablet-Sitzung sicher beendet.

Durch die Fernsteuerung der echten EMIL Formulare ist sichergestellt, dass sämtliche Plausibilitätsregeln und Formulierungen exakt übereinstimmen. Da keine separaten Nachbildungen für mobile Endgeräte erstellt werden müssen, entstehen keine Diskrepanzen durch unterschiedliche Implementierungen von Assessments. Der Patient bedient direkt die bewährte Logik des Hauptsystems, wodurch die Datenqualität und Konsistenz über alle Eingabewege hinweg garantiert ist.

Darüber hinaus ermöglicht dieser Ansatz die nahtlose Verwendung von Formularen, die über den eigenen Formulardesigner erstellt wurden. Da das System die echten EMIL Formulare fernsteuert, stehen selbst individuell gestaltete Assessments sofort und ohne zusätzlichen Implementierungsaufwand auf den Tablets zur Verfügung. Auch hier greifen automatisch alle definierten Plausibilitätsregeln und Formatierungen, sodass eine konsistente Darstellung und Datenerfassung über alle Gerätetypen hinweg gewährleistet ist.

Funktionsweise von Rita über das Internet

Die oben beschriebene Technik funktioniert auch über das Internet. Besoderheit gegenüber anderen Systemen ist hier, dass in der Einrichtung keine Freigaben oder eingehenden Ports im Internet-Router geöffnet werden müssen. Dies wird durch ein clever designtes Gateway ermöglicht, mit dem sich sowohl der Server der Einrichtung als auch das externe Endgerät aktiv verbinden. Das Gateway fungiert dabei lediglich als Makler und reicht die Daten flüchtig durch, ohne selbst Informationen dauerhaft zu speichern.

Sämtliche Verbindungen sind durchgängig HTTPS-verschlüsselt, sodass die Sicherheit der übertragenen Inhalte jederzeit gewährleistet bleibt. Da das Gateway keine Datenhaltung betreibt, verbleibt die vollständige Datenhoheit physisch in der Einrichtung. Für den Betrieb dieses Gateways stehen zwei flexible Modelle zur Auswahl:

Eigene Bereitstellung des Gateways in der DMZ der Einrichtung mit eigenem Domänennamen für maximale Kontrolle.

Nutzung des Gateways als Managed Service von ITC, bei dem das Hosting gegen eine monatliche Gebühr übernommen wird, um den administrativen Aufwand in der Einrichtung zu minimieren.

Weitere Informationen und Sicherheitsaspekte zu diesem Gateway — das auch bei der ITC-Patientenapp eingesetzt wird — finden Sie im Kapitel Technisches | ITC App/Rita Sicherheitskonzept.

Zwischenspeicher und Akte

Wenn ein Item, z.B. ein BASDAI Bogen für das abgefragte Datum bei dem Patienten bereits in der Akte existiert, so wird dieser Bogen bei der Eingabe damit vorbesetzt. Sollten sowohl im Eingabe-Zwischenspeicher (z:B. durch eine unterbrochene Eingabe) als auch in der Akte Daten zu einem abgefragten Item existieren, wählt RITA automatisch das jeweils neuere aus und besetzt damit Masken auf dem Tablet vor.