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Diese Seite fasst zusammen, was auf ein Probenetikett gedruckt werden kann. Sie erreichen sie über die Bioprobenkonfiguration, Reiter Etikett. Die Maske dort ist wie das Etikett aufgebaut: links der Barcode, rechts vier frei belegbare Textzeilen, darunter der Probenident über die ganze Breite. Was Sie dort einstellen, steht später an genau dieser Stelle.
Den Etikettendrucker, die Etikettengröße und den Versatz stellen Sie an jedem Arbeitsplatz einzeln ein. Sie stehen auf derselben Seite, rechts neben der Maske; beschrieben sind sie weiter unten unter Drucker, Größe und Versatz.
Sie erreichen ihn über den Ribbon-Button Konfiguration – auf dem Reiter Bioproben in der Akte oder im Biolabormidul/LISA – und dort auf dem Reiter Etikett. Es ist der einzige Ort dafür – in den Systemeinstellungen stehen diese Werte seit Mitte 2026 nicht mehr. Wer die Konfiguration bedienen darf, braucht das Recht Bioproben: Listen konfigurieren, fremde Reservierungen aufheben – Programmadministrator muss er nicht sein.

(1) Der Barcodetyp: Datamatrix oder QR-Code. Die Vorschau daneben wechselt sofort mit.
(2) Die Vorschau des Barcodes. Sie zeigt die Bauart des Codes, nicht den Inhalt einer bestimmten Probe.
(3) Die vier Textzeilen, die neben dem Barcode gedruckt werden. In der Maske stehen sie genau dort, wo sie später auf dem Etikett stehen. Wählen Sie einen Platzhalter aus der Liste, oder tippen Sie mehrere zusammen mit eigenem Text.
(4) Die Fußzeile des Etiketts, die dem Probenident allein gehört. Die Beschriftung zeigt nur, dass er dort gedruckt wird – fett, linksbündig unter dem Code und über die ganze Etikettenbreite, damit auch ein langer Ident vollständig lesbar bleibt. Eingestellt wird er unterhalb der Trennlinie unter (6).
(5) Der Block „Nur dieser Arbeitsplatz": Drucker, Etikettengröße, Versatz und Drehung gelten allein für den Rechner, an dem Sie gerade sitzen. Alles übrige auf der Seite gilt für die ganze Einrichtung. Einzelheiten weiter unten.

(6) Probenident – der Code, unter dem die Probe geführt wird. Er steht auf dem Etikett an der unter (4) bezeichneten Stelle, wird dort als Klarschrift gedruckt und ist zugleich der Inhalt des Barcodes. Die Auswahl rechts daneben fügt einen Platzhalter an der Schreibmarke ein, sie ersetzt die Zeile nicht.
(7) Die Beschriftung der drei freien Felder. Sie benennt das Feld im Probendialog; bleibt sie leer, heißt es dort schlicht „Freitext 1" bis „Freitext 3".
(8) Voretikett mitdrucken – stellt dem Probenetikett ein Identifikationsetikett im Klartext voran, siehe den Hinweis zum Datenschutz am Ende dieser Seite.
(9) Test Druck – druckt ein Musteretikett mit erfundenen Daten, ohne Akte und ohne Probe. Das Werkzeug zum Justieren von Größe und Versatz.
So sieht das Ergebnis auf dem Etikett aus – links der Barcode, rechts die vier Textzeilen, unten der Probenident in fetter Schrift:

In den Textzeilen und im Probenident stehen keine festen Texte, sondern Platzhalter wie $(intid). Sie sagen dem Programm, was es beim Druck an dieser Stelle einsetzen soll – ähnlich einem Serienbrief, in dem Sie „Sehr geehrte/r [Anrede] [Nachname]" schreiben und Word die echten Namen einfügt.
Im Feld Probenident steht zum Beispiel ab Werk:
$(intid).$(ansidate).$(num)
Beim Druck macht EMIL daraus etwa 1234567.20260820.7654321. Die Punkte dazwischen und alles andere, was nicht in einem Platzhalter steht, wird unverändert übernommen. Sie können in einem Feld mehrere Platzhalter kombinieren und eigenen Text dazwischensetzen.
Die Platzhalter müssen Sie nicht auswendig kennen: Bei den vier Textzeilen wählen Sie sie aus der aufklappbaren Liste, beim Probenident über die Auswahl einfügen … daneben. Sie fügt den Platzhalter an der Schreibmarke ein und ersetzt nicht die ganze Zeile – so lassen sich mehrere Angaben nacheinander zusammensetzen.

Platzhalter |
Was eingesetzt wird |
$(intid) |
Die EMIL-Patientennummer. |
$(kisid) / $(pvsid) |
Patientennummer aus dem Klinik- bzw. Praxissystem. Fehlt sie, wird ???? gedruckt. |
$(name) / $(gebdat) |
Name und Geburtsdatum des Patienten. Auf einem Probenetikett meist unerwünscht – siehe den Hinweis zur Pseudonymisierung weiter unten. |
$(date) / $(time) |
Abnahmedatum und -uhrzeit. Ist die Probe erst geplant und noch nicht entnommen, wird das Druckdatum eingesetzt. |
$(ansidate) |
Datum in der Form JJJJMMTT, ohne Trennzeichen. Für Probenidents gedacht, die sortierbar sein sollen. |
$(num) |
Laufende Probennummer. |
$(ident) |
Der fertige Probenident – also das, was im Feld Probenident zusammengesetzt wurde. Er steht ohnehin schon in der Fußzeile und im Barcode; in einer Textzeile brauchen Sie ihn nur, wenn er zusätzlich woanders stehen soll. Im Feld Probenident selbst ist er sinnlos. |
$(study) / $(studycode) / $(studynum) |
Name der Studie, ihr Kürzel für Bioproben und die studienspezifische Probennummer. |
$(material) / $(transport) |
Probenmaterial und Transportmedium im Klartext. |
$(materialb) |
Wie $(material), bei Blut zusätzlich das Transportmedium in Klammern. |
$(materialcode) / $(transportcode) |
Die Kurzcodes statt der Klartexte – platzsparend auf schmalen Etiketten. |
$(diag) |
Die Hauptdiagnose des Patienten. Wird auf 120 Zeichen gekürzt. |
$(notes) |
Der Hinweistext der Probe. |
$(aliquot) |
Nur die Nummer des Aliquots, bei Hauptproben leer. Der vollständige Code steht ohnehin in $(ident); das hier ist die groß lesbare Kurzform fürs Auge am Gefrierschrank. |
$(free1) bis $(free3) |
Die drei frei belegbaren Felder der Probe. Der Probendialog blendet genau die Felder ein, deren Platzhalter tatsächlich in einer der vier Textzeilen vorkommt. |
Über der Barcodevorschau wählen Sie die Bauart. Die Vorschau zeigt sofort, wie der Code aussehen wird.
Typ |
Wofür geeignet |
Datamatrix (2d) |
Die Vorgabe. Ein quadratisches Punktemuster, sehr platzsparend. Zum Lesen brauchen Sie einen Scanner, der Flächen erkennt (Imager, meist mit rotem Leuchtfeld statt einer roten Linie). |
QR-Code (2d) |
Ebenfalls ein Flächencode, wie man ihn aus der Werbung kennt. Kann dasselbe wie Datamatrix, braucht dafür aber etwas mehr Platz. |
Der Code trägt immer den Probenident – und nur ihn. Einstellen müssen Sie dafür nichts: Was Sie unter Probenident zusammenstellen, steht damit zugleich im Barcode.
Was auf dem Etikett stehen soll, ohne im Code zu landen, setzen Sie in die vier Textzeilen. Der Probenident selbst sollte dabei sparsam mit Sonderzeichen umgehen: Ziffern, Buchstaben, Punkt und Bindestrich sind unproblematisch. Zeichen, die auf der deutschen Tastatur die Umschalttaste oder AltGr brauchen, weist EMIL beim Speichern zurück – viele Scanner arbeiten als Tastaturemulation, und verschlucken sie einen solchen Tastendruck, kommt ein anderes Zeichen an: aus einem Doppelpunkt wird ein Punkt, aus einem Unterstrich ein Bindestrich.
Der Probenident ist der Code, unter dem die Probe geführt wird. Er steht in der Fußzeile des Etiketts – linksbündig unter dem Barcode, fett und etwas größer als die übrigen Zeilen, weil er die eine Angabe ist, die am Gefrierschrank und am Laborplatz abgelesen und abgetippt wird. Er ist zugleich der Inhalt des Barcodes. Er entsteht beim ersten Etikettendruck und lässt sich danach nicht mehr ändern – eine Umstellung wirkt nur auf neu angelegte Proben, vorhandene behalten ihre bisherige Form. Beide Formen bleiben scannbar.
Damit er eindeutig bleibt, muss er entweder die laufende Probennummer $(num) oder das Studienkürzel zusammen mit der studienspezifischen Probennummer enthalten. Fehlt beides, weist EMIL die Eingabe beim Speichern zurück.
Aliquots erben den Ident der Hauptprobe und bekommen -1, -2 und so weiter angehängt.
Die freien Felder sind drei Textfelder je Probe für Angaben, die es im Standard nicht gibt – Boxnummer, Reihe, Position, Projektkürzel. Auf das Etikett kommen sie über $(free1) bis $(free3). Der Probendialog blendet ein solches Feld genau dann ein, wenn sein Platzhalter in einer der vier Textzeilen benutzt wird. Wer die Felder nicht braucht, sieht sie auch nicht. Die Beschriftung unten auf der Seite gibt dem Feld nur seinen Namen; bleibt sie leer, heißt es „Freitext 1" bis „Freitext 3".
Rechts neben der Maske steht ein Block, der sich von allem anderen auf dieser Seite unterscheidet: Er gilt nur für den Rechner, an dem Sie gerade sitzen. Alles übrige auf dieser Seite gilt für die ganze Einrichtung. Das ist so gewollt, denn der Etikettendrucker steht nicht überall, und wo er steht, ist er unterschiedlich justiert.
Das System ist für den preiswerten Seiko Smart-Label-Printer 650 ausgelegt, arbeitet aber mit anderen Etikettendruckern ebenso zusammen. Entscheidend ist, dass der gewünschte Drucker in der Windows-Druckerauswahl vorhanden ist.
Feld |
Bedeutung |
Etikettendrucker |
Der Drucker, auf dem die Probenetiketten herauskommen. Bleibt er leer, druckt EMIL gar nicht und sagt Ihnen das – früher landeten die Etiketten in diesem Fall stillschweigend auf dem Standarddrucker. |
Etikett Breite × Höhe in mm |
Die tatsächliche Größe der Etiketten auf der Rolle, in Millimetern. Aus diesen beiden Zahlen wird das ganze Layout gerechnet, sie müssen also stimmen. Siehe den Absatz zur Etikettengröße weiter unten. |
Versatz X / Y in mm |
Verschiebt den Druck auf dem Etikett, falls er nicht mittig sitzt. Normalerweise bleiben beide Werte auf 0; korrigieren Sie erst, wenn ein Testdruck zeigt, dass es nötig ist. Negative Werte verschieben nach links beziehungsweise nach oben. |
Etikett um 90° drehen |
Nötig, wenn der Drucker die Etiketten quer einzieht. Ob Sie es brauchen, sehen Sie am schnellsten am Testdruck. |
Der Button Test Druck unten rechts druckt ein Musteretikett mit erfundenen Daten. Er braucht weder eine Akte noch eine Probe und verbraucht keine Probennummer, Sie können ihn also beim Justieren so oft drücken, wie Sie möchten. Er benutzt dabei immer die Werte, die gerade im Dialog stehen – und speichert sie zu diesem Zweck. Ein Testdruck legt die Einstellungen also fest, auch wenn Sie den Dialog danach mit Abbrechen verlassen.
Ideal sind 50 mm x 28 mm. Bei Etiketten kleiner als 45 mm x 20 mm sind keine guten Ergebnisse mehr erzielbar – die Beschriftung wird dann so eng, dass das Programm die Schrift automatisch verkleinern muss, damit alle Zeilen noch auf das Etikett passen.
Die Etikettengröße legt kein Papierformat fest – das kommt aus dem Druckertreiber. Sie beschreibt dem Programm das eingesetzte Etikett, damit Schrift und Barcode richtig darauf verteilt werden. Tragen Sie deshalb die tatsächliche Größe in Millimetern ein.
Ein Probenetikett verlässt oft das Haus. Überlegen Sie deshalb genau, ob Name und Geburtsdatum darauf gehören – in aller Regel reichen die internen Nummern, und die Zuordnung bleibt in EMIL. Wenn Sie pseudonymisiert etikettieren, setzen Sie Voretikett mitdrucken unten auf der Seite: Dann geht dem Probenetikett ein zusätzliches Identifikationsetikett voraus, das die Probe im Klartext benennt und nach dem Aufkleben verworfen wird.

Links das Voretikett im Klartext, rechts das eigentliche Probenetikett. Das Voretikett wird nach dem Aufkleben verworfen.