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RheDAT mit Plus Modul gibt Ihnen die Möglichkeit, im Datendictionary eigene Formulare zu erstellen. Der Formular-Editor erlaubt es, fachlich passende Eingabemasken zusammenzustellen, Plausibilitätsprüfungen zu hinterlegen und auf Basis der Eingaben einen eigenen Score oder eine Ergebniszusammenfassung zu berechnen.
Das Thema Erstellung eigener Formulare ist nicht vom Standard RheDAT-Service abgedeckt. ITC bietet dazu kostenpflichtige Schulungen an.
Aufbau eines Formulars
Eigene Formulare können aus folgenden Elementen zusammengesetzt werden:
•Beschriftungen für die optische Gliederung des Formulars.
•Ankreuzboxen (rund oder quadratisch), die sich auch in Gruppen gegenseitig auslösen können.
•Einzeilige Texteingabefelder für Texte, Ganzzahlen oder Fließkommazahlen.
•Mehrzeilige Texteingabefelder für Freitexte.
•Drop-Down-Boxen mit einer selbstdefinierten Auswahl an Anzeigewert/Code-Kombinationen.
•NRS-Skalen (Numerische Rating-Skala) für die Erfassung visueller Analogskalen.
•Hintergrundbilder, z.B. um Körperregionen zu skizzieren.
Felder mit Daten werden als sogenannte Subitems unter dem Feld gespeichert und können über das Abfragemodul ausgelesen werden. Zu diesen Formularen können feldbezogene Plausibilitätsprüfungen und eine individualisierte Ergebnisanzeige (Zusammenfassung) in der Akte hinzugefügt werden. Für Arztbriefe lassen sich eigene Variablen generieren.
Anzeige in der Akte und in Arztbriefen
Jedes Formular besitzt eine Anzeigezeile, die in der Akte als zusammengefasstes Ergebnis sichtbar ist. Diese kann statisch konfiguriert oder aus den eingegebenen Werten berechnet werden. Die berechnete Variante wird über ein Script gesteuert, das RheDAT nach jeder Eingabe ausführt und das das Ergebnis in die Anzeigezeile schreibt.
Erweiterung über Scripting
Ist die Funktionalität der reinen Formulargestaltung nicht ausreichend - z.B. weil Scores aus mehreren Feldern berechnet, Plausibilitäten zwischen Feldern geprüft oder Werte vor der Anzeige formatiert werden müssen - kann der Formular-Editor über ein Script erweitert werden. Das Script wird bei jeder Änderung im Formular ausgeführt und befüllt die spezielle Variable finalScore, deren Inhalt anschließend in der Akte als Ergebniszeile erscheint.
Eine Einführung in die Scriptsprache finden Sie in der allgemeinen Beschreibung EMIL Plattform Scripting. Die für den Formular-Editor verfügbaren Funktionen, Variablen und ein vollständiges Beispiel sind im Kapitel Scripting im Formular-Editor beschrieben.
Formular testen & debuggen
Auf der Seite Scripting lässt sich das Formular gemeinsam mit seinem Script direkt ausprobieren - mit Haltepunkten und schrittweiser Ausführung, so dass sich sowohl die Plausibilitätsprüfung als auch die Score-Berechnung in einem Durchlauf nachvollziehen lassen.
•Ein Klick auf Formular öffnet das Testformular und lässt das Script einmal durchlaufen (z.B. für die initiale Befüllung). Geben Sie eine Konstellation ein und klicken Sie erneut auf Formular - das Script läuft erneut über die aktuellen Werte. Steht die Ausführung an einem Haltepunkt, wird sie damit fortgesetzt.
•Haltepunkte setzen Sie per Klick auf den linken Rand der gewünschten Scriptzeile oder über Breakpoint setzen (F5).
•An einem Haltepunkt führen Sie das Script mit Schritt (hinein) (F7) und Schritt (über) (F8) Zeile für Zeile aus. Script prüfen kompiliert das Script und meldet Syntaxfehler im Ausgabebereich.
•Die Spalte Variablen rechts neben dem Editor zeigt an einem Haltepunkt die aktuellen Werte der Formularfelder und Zwischenvariablen.
•Über die Schaltfläche Variablen im Menüband fügen Sie an der Cursorposition einen vorhandenen Variablennamen in das Script ein.
Hinweis: Im Testmodus wird das Script bewusst nur bei diesen ausdrücklichen Durchläufen ausgeführt - nicht bei jeder Eingabe -, damit das Debuggen nicht durch ständiges Neuberechnen gestört wird. In der Akte selbst wird das Script weiterhin nach jeder Eingabe ausgeführt.