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EMIL besteht aus drei Schichten: einem Datenbankserver (Firebird 3), einem Applikationsserver und den Arbeitsplatz-Clients. Bei einer Einzelplatzinstallation laufen Server und Client auf demselben PC; dann gelten beide Spalten der folgenden Tabelle für diesen PC.
Faustregel für den Client: Wo Microsoft Office flüssig läuft, läuft auch der EMIL-Client.
Merkmal |
Client (Arbeitsplatz) |
Server (Mehrplatzbetrieb) |
Betriebssystem |
Windows 10 (32 oder 64 Bit), Windows 11. Clients laufen auch auf Windows-Serverversionen und auf Terminalserver/Citrix. |
Windows 10, Windows 11 oder Windows Server 2016 oder neuer (alle Editionen), jeweils 64 Bit, auch virtualisiert. Ein vorhandener Windows-Praxisserver kann in der Regel mitgenutzt werden. |
CPU |
i3-Klasse oder besser empfohlen |
i3-Klasse oder besser. Bei Virtualisierung mindestens zwei Kerne zuweisen, da die EMIL-Plattform mit Hintergrundprozessen arbeitet. |
Arbeitsspeicher |
keine besondere Anforderung |
8 GB reichen für ein performantes System mit 20 gleichzeitigen Benutzern. |
Plattenplatz |
Grundsystem 1 GB |
Grundsystem 2 GB. Schätzwerte: Datenbank ca. 3 GB für 20.000 über zehn Jahre dokumentierte Patienten; je 1.000 Dokumente ca. 500 MB, 1.000 Bilder ca. 500 MB (sinnvolle Auflösung), 1.000 Scans ca. 2 GB. |
Installationsort |
Beschreibbare TEMP- und Dokumente-Verzeichnisse des Benutzers sowie voller Zugriff auf den Registry-Zweig Computer\HKEY_CURRENT_USER\Software (bei standardkonformen Installationen gegeben). Das Clientverzeichnis kann schreibgeschützt werden; dann muss die IT Updates ausrollen, siehe Shared Clients, Citrix, Terminalserver. |
Lokales Laufwerk des Servers, vorzugsweise SSD. |
Bildschirm und Bedienung |
Full HD (1920 x 1080) bei Skalierung 100 %; bei höherer Skalierung entsprechend höhere Auflösung. Maus oder vergleichbares Zeigegerät (z. B. Touchpad) mit linker und rechter Taste. |
– |
WebView2 |
Die Betriebssystemkomponente WebView2 muss vorhanden sein (siehe unten). |
Fehlt WebView2 auf einer Windows-Serverversion, können Sie es ohne negative Auswirkungen nachinstallieren. Nutzen Sie dafür den Evergreen-Zweig, der mit dem Betriebssystem aktualisiert wird. |
Terminalserver und Citrix |
Werden unterstützt. Testen Sie vorher unbedingt mit einer aktuellen Version in der jeweiligen Umgebung: Besonders unter Citrix lassen sich Standardpfade und Berechtigungen so verändern, dass EMIL nicht korrekt arbeitet. |
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Thema |
Anforderung |
Verbindung Client – Server |
Clients und Server kommunizieren ausschließlich verschlüsselt per HTTPS über einen TCP-Port. Eine Dateifreigabe (Fileshare) ist nicht nötig; Clients brauchen keinen Laufwerkszugriff auf das Server-Installationsverzeichnis. |
Firewall |
Der gewählte Port muss zwischen Client und Server durchgängig sein. Er darf nie ins Internet freigegeben werden, siehe Netzwerk, DMZ und Firewall. |
Bandbreite |
50 MBit/s oder mehr. Weniger geht auch, kann aber die Antwortzeiten erhöhen. |
Zuverlässigkeit |
Die Clients arbeiten weitgehend asynchron und setzen nach einer Netzwerkunterbrechung ohne Datenverlust wieder auf. |
Internet am Arbeitsplatz |
Online-Updates und der Versand verschlüsselter Exporte und Meldungen laufen über die Internetverbindung der Arbeitsplätze. |
Internet am Server |
Der EMIL-Server braucht selbst keinen Internetzugang und stellt im Internet keine Dienste bereit. Für Fragebogenversand an Patienten, Remote-Ausfüllen mit RITA und die Patientenapp baut er eine ausgehende Verbindung zum Gateway EGON auf, für eingerichtete SMS-Terminerinnerungen eine ausgehende Verbindung zum SMS-Dienstleister, siehe Netzwerk, DMZ und Firewall. |
Proxy |
Ein internes Proxy (zwischen Clients und EMIL-Server) und ein externes Proxy (zwischen Clients und Internet) können eingestellt werden. |
Gehostete Server |
Alternativ stellt ITC gewartete EMIL-Server als Dienstleistung über das Internet bereit, bundesweit erreichbar (erweiterbar auf andere Länder). Dort ist zusätzlich zu Benutzer und Kennwort ein Einmalcode (TOTP) aus einer Authenticator-App nötig. |
EMIL zeigt Web-Inhalte und PDF-Dokumente mit der Windows-Komponente WebView2 an. Das ist die Chromium-basierte HTML-Engine, die auch Edge und andere Windows-Funktionen nutzen; sie wird mit den Betriebssystemupdates aktuell gehalten.
WebView2 ist Pflicht und darf nicht deinstalliert werden, sonst sind eine Reihe von Funktionen eingeschränkt oder nicht nutzbar. Edge muss dafür weder genutzt werden noch Standardbrowser sein; ein anderer Standardbrowser lässt sich per Policy festlegen, ohne WebView2 zu entfernen.
Für Exporte in Formaten wie PDF und XLSX sowie für die programminterne Anzeige und den Druck von PDF-Dateien braucht EMIL kein Microsoft Office oder anderes Officepaket und keine PDF-Anzeigesoftware. Installierte Programme dieser Art stören nicht.