EMIL4 Import

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EMIL4 Import

Diese Funktion ermöglicht den Umstieg von EMIL4 auf RheMIT unter Übernahme des Datenbestandes. Durch die Anpassbarkeit des EMIL4 Datendictionary können Situationen entstehen, in denen die Daenübetragung scheitert. Wenn Sie Einheiten im Dictionary bei nicht eigenen Datentypen verändert haben, kann dies einen Import verhindern, da eine Umrechnung für RheMIT nicht möglich ist. Des Weiteren können fehlerhafte Einstellungen im EMIL4 Dictionary zu fehlerhafter Übernahme führen.

Prüfen Sie daher nach dem Import mindestens an einem vollständig dokumentierten Patienten die korrekte Übernahme aller Felder, bevor Sie den Produktivbetrieb mit dem neuen RheMIT fortsetzen.

Bitte beachten Sie auch die folgenden Punkte:

Der Importvorgang kann bei großen Datenbanken einige Zeit (Stunden) in Anspruch nehmen, da verschiedene Daten konvertiert werden müssen, um die neuen Features von RheMIT nutzen zu können. Auf einem Xeon E5 Server mit 16 GB und Serverplatten läuft ein großer Import von 20.000 Patientenakten, 100.000 Dokumenten, 100.000 Bildern und 100.000 Scans (ca 35GB Datenumfang ) ca 6 h, wenn beide Systeme auf der selben Maschine installiert sind. Das Quellsystem wird dabei nicht besonders stark belastet, da die Hauptarbeit in der Konvertierung und nicht im Lesen der Datenbank liegt.

Mit der ersten Verwendung des EMIL4 Import werden alle bestehenden Patientendaten aus RheMIT gelöscht, da diese Funktion ausschließlich für den Übertrag eines EMIL 4 Datenbestandes zu RheMIT gedacht ist. Dadurch bleiben auch Patientennummern anch der Übertragung erhalten.

Es werden nur Daten eingeblendeter Felder übernommen, ausgeblendete Felder werden auch nicht im Dictionary angelegt.

Ausgeblendete Kodierungen werden nur dann übernommen, wenn sie irgendwann in den vorhandenen Daten verwendet wurden.

Der Import kann ohne Betriebsunterbrechnung von EMIL4 im Hintergrund laufen, während in EMIL4 weitergearbeitet wird. Zwischenzeitliche Änderungen gehen nicht verloren, sondern können in einem weiteren Importlauf nachgetragen werden. Dieser ist erheblich schneller, da nur Daten importiert werden, die seit dem letzten Import in EMIL4 neu angelegt oder geändert wurden.

Dies gilt nicht für das Verlegen und Löschen von Visits. Diese Visits werden unter Umständen in RheMIT dann doppelt bzw. ungelöscht erscheinen, da im Rahmen des Imports keine Daten gelöscht werden. Vermeiden Sie daher Löschungen und Verlegungen während der Import läuft. Da das Verlegen oder Löschen von Visits aber relativ selten vorkommt, sollte dies kein relevantes Problem darstellen.

Die Möglicheit, mehrere Visits zum selben Datum ohne Uhrzeit anzulegen, wurde in RheMIT entfernt, da dies dem in RheMIT konsequent umgesetzten Single Point of Truth Prinzip widerspricht. Natürlich können mehrere Zeitpunkte an einem Tag definiert werden, die dann mit der Uhrzeit versehen werden müssen. Importerte Visit-Dubletten werden sauber getrennt importiert und statt mit den laufenden Nummern 1-20 mit der Uhrzeit 1:00 Uhr ... 20:00 Uhr versehen.

Daten aus dem EMIL4 Audit-Trail werden beim Import nicht in RheMIT übernommen, dort startet mit dem Import ein frischer Audit-Trail. Wenn Sie auf Audit-Trail-Angaben in Altdaten zugreifen müssen, sollten Sie die EMIL4-Installation aufbewahren, um das dort bei Bedarf nachzusehen!

Ein kleiner Fehler in der Berechnungsformel des HAQ bei der Frage Können Sie Fleisch schneiden in EMIL4 (Optionen 2/3 wurden vertauscht behandelt) kann in Einzelfällen zu kleinen Unterschieden im HAQ-Score zwischen EMIL4 und RheMIT führen.

Was ändert sich in RheMIT gegenüber EMIL4

Die Grundphilosophie von EMIL ist weiterhin vorhanden. Wir haben technisch vieles erheblich verbessert.

RheMIT benötigt keine Dateifreigabe (Share) auf dem Server mehr, die Verbindung zwischen Arbeitsplätzen und RheMIT-Server geschieht grundsätzlich verschlüsselt (HTTPS), auf Arbeitsplätzen werden keine personenbezogenen Daten gespeichert oder zwischengespeichert. Dies gilt auch für Briefe, Bilder und andere Daten, die vom RheMIT geladen werden.

Vieles wird in RheMIT nun im Hauptspeicher verarbeitet und nur beim Speichern oder Laden wird eine Verbindung zur Datenbank aufgebaut. Dadurch ist RheMIT im Handling innerhalb der Patientenakte wesentlich flotter und flüssiger. Durch dieses asynchrone Verhalten ist RheMIT wesentlich unempfindlicher gegenüber schlechten und instabilen Netzwerkinfrastrukturen, die ab und an Verbindungen verlieren.

Items wie Geburtsdatum, Geschlecht und auch die Krankenversicherung sind von den Stammdaten zu den festen Daten gewandert und sind so als echte Items nun besser auswertbar.

Das Rechtesystem in RheMIT wurde gegenüber EMIL4 verschlankt,  Rechte für nicht mehr vorhandene oder anders umgesetzte Funktionen sowie unnötige Rechte wurden entfernt oder mit anderen verwandten Rechten verschmolzen, um die Administration von RheMIT zu vereinfachen. Rechte, die es in RheMIT nicht gibt, werden daher entweder auf passende neue Rechte gemappt oder nicht importiert. Auf jeden Fall müssen Sie die vergebenen Rechte im Anschluss an den Import kritisch prüfen und gegebenenfalls ergänzen.

Das umständliche Brief-Workflow-System aus EMIL4 ist in RheMIT nicht mehr voranden. Statt dessen wird ein völlig neues Unterschriftensystem zum Einsatz kommen, was von Grund auf anders arbeitet und neu konfiguriert werden muss. Übergangsweise muss mit der einfachen Brieffreigabe gearbeitet werden, das Unterschriftensystem arbeitet anders, als das Workflow-System.

Der Berichtegenerator, der für Endanwender auf Grund der erforderlichen SQL Kenntnisse zu kompliziert, für uns als Entwickler hingegen zu unflexibel war, wurde durch ein komplett neues, Script-basiertes System erzeugt, dem funktional keine Grenzen gesetzt sind. Berichte, die speziell für Sie erstellt wurden, müssen unter Umständen bei ITC zur Neuentwicklung beauftragt werden.

EMIL-KIS wurde durch das im RheMIT Server integrierte ITC Connect-Zusatzprodukt abgelöst. ITC-Connect wurde komplett neu entwickelt und beherrscht die Formate HL7, HCM und xDT. Im Gegenstz zu EMIL-KIS wird durchgängig auf allen Kanälen dateibasierter und alternativ MLLP Netzwerkkommunikation unterstützt. Die Scriptunterstützung für die Verarbeitung wurde erheblich erweitert. Durch die unterschiedlichen Arbeitsweisen können weder Scripte noch Konfigurationen aus EMIL-KIS importiert werden und müssen für ITC-Connect neu angelegt werden. Auch ITC-Connect ist voll scriptgesteuert und damit extrem leistungsfähig und flexibel.