TLS Kryptoprotokolle

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TLS Kryptoprotokolle

EMIL verschlüsselt alle Verbindungen zwischen Clients und Server, auch im lokalen Netzwerk. Die gesamte SSL-/TLS-Kommunikation (Server, Client und sämtliche Schnittstellen) läuft über die von EMIL mitgelieferte Krypto-Bibliothek OpenSSL und ist damit unabhängig von Konfiguration und Update-Stand des Windows-Betriebssystems.

Bibliothek

OpenSSL 3.5 LTS (Long Term Support), für alle verschlüsselten Verbindungen

Protokolle

Zwischen EMIL-Server und -Client ausschließlich TLS 1.3. Zu Dritt- und Fremdsystemen bevorzugt TLS 1.3; beherrscht die Gegenstelle das nicht, automatisch TLS 1.2 mit ECDHE-Schlüsselaustausch und AES-GCM. TLS 1.0 und 1.1 sind abgeschaltet.

Cipher Suites (TLS 1.3)

TLS_AES_256_GCM_SHA384, TLS_CHACHA20_POLY1305_SHA256, TLS_AES_128_GCM_SHA256

Schlüsselaustausch

Ausschließlich elliptische Kurven (z. B. X25519, secp384r1) mit Perfect Forward Secrecy: Jede Sitzung hat einen eigenen, kurzlebigen Schlüssel. Auch wer später an den privaten Schlüssel des Servers käme, könnte aufgezeichnete Verbindungen damit nicht entschlüsseln.

Post-Quantum-Hybrid

X25519MLKEM768: Kombination aus X25519 und dem gitterbasierten, quantenresistenten ML-KEM-768 (NIST FIPS 203). Die Verbindung bleibt sicher, solange eines der beiden Verfahren hält. Wird nur genutzt, wenn beide Seiten es beherrschen (z. B. zwischen EMIL-Server und -Client).

Abhängigkeit von Windows

Keine. Die Windows-eigene Verschlüsselung (Schannel) unterstützt einen Post-Quantum-Schlüsselaustausch erst in sehr neuen Windows-Versionen und je nach Update-Stand; über OpenSSL steht er auf allen unterstützten Windows-Versionen einheitlich zur Verfügung.

Warum ein quantensicherer Schlüsselaustausch?

Angreifer können verschlüsselten Datenverkehr schon heute aufzeichnen, um ihn später mit leistungsfähigen Quantencomputern zu entschlüsseln („harvest now, decrypt later“). Der hybride Schlüsselaustausch schützt dagegen: Ein Angreifer müsste das klassische und das quantenresistente Verfahren gleichzeitig brechen.

Hinweis: Welche Verfahren tatsächlich zum Einsatz kommen, hängt immer auch von der Gegenstelle ab.