xDT Praxissystem-Schnittstelle

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xDT Praxissystem-Schnittstelle

EMIL kann als Subsystem eines Praxissystems (im Folgenden PVS) betrieben werden. Dazu dient die GDT-Schnittstelle, die alle Praxissysteme haben und die ursprünglich für Geräte gedacht ist. Das PVS überträgt darüber Daten an EMIL und empfängt Ergebnisse zurück. Viele PVS senden mehr als der GDT-Standard verlangt, z. B. Versichertendaten und teils Diagnosen und Befunde. Welche Daten übertragen werden, stellt Ihr PVS-Hersteller bzw. -Betreuer ein. Alle unterstützten Kürzel finden Sie unter Unterstützte xDT Kürzel.

Betriebsarten

Die Betriebsart wählen Sie unter (1). Die Zahlen beziehen sich auf die Abbildung unten.

Betriebsart

Aufruf

Übergabedatei

Rückgabe

Fallstricke

A: Aufruf durch PVS mit Parametern in der Kommandozeile (Voreinstellung, ohne Konfiguration nutzbar)

c:\EMILclient\client.exe gdt=<Pfad der Übergabedatei> gdtreturn=<Pfad der Rücklieferungsdatei>

per Parameter gdt; keine Wildcards, Umgebungsvariablen wie %TEMP% erlaubt

per Parameter gdtreturn; entfällt, wenn keine Rücklieferung gewünscht ist

Gleicher Pfad und Dateiname an allen Arbeitsplätzen: Rufen zwei Arbeitsplätze gleichzeitig auf, kann die Übergabedatei überschrieben werden, bevor EMIL sie gelesen hat.

B: Automatische Reaktion auf eine vom PVS erzeugte Übergabedatei

kein Aufruf; EMIL reagiert auf die neue Datei

kompletter Pfad unter (2); Wildcards erlaubt (z. B. *.gdt, wenn das PVS Dateien wie 12345.gdt schreibt)

optional, kompletter Pfad unter (3)

Pfad je Arbeitsplatz individuell wählen (z. B. %TEMP%\gdt\*.gdt). Sonst reagiert der Arbeitsplatz, der die Datei zuerst bemerkt, und die Akte öffnet sich an einem fremden Arbeitsplatz.

C: Aufruf durch PVS ohne Parameter, feste Übergabe- und Rückgabedatei

c:\EMILclient\client.exe

kompletter Pfad unter (2); keine Wildcards

optional, kompletter Pfad unter (3); keine Wildcards

Die Übergabedatei wird auch beim manuellen Start gelesen. Liegt keine vor, verzögert sich der Start und es erscheint eine Fehlermeldung.

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Konfigurationsparameter

1.Betriebsmodus der xDT-Schnittstelle (siehe Betriebsarten).

2.xDT-Übergabedatei vom PVS.

3.xDT-Rückgabedatei zum PVS.

4.Zeichensatz der Übergabedatei. Normalerweise erkennt EMIL ihn automatisch. Werden Sonderzeichen nicht korrekt übertragen, stellen Sie den gelieferten Zeichensatz fest ein. Die GDT-Rücklieferung erfolgt immer im ANSI-Zeichensatz.

5.Patientennummerergänzung entfernen: Hängt das PVS z. B. einen Mandanten an die Patientennummer an (12345-2), streift EMIL ihn ab. Das verhindert, dass derselbe Patient mit zwei PVS-IDs doppelt angelegt wird. Achtung: potenziell Patientenverwechslung.

6.Übergabedatei nach dem Einlesen löschen. In aller Regel sinnvoll.

7.Maximale Zeit in Sekunden, die EMIL versucht, die Übergabedatei zu öffnen.

8.Maximales Alter von Befunden/Visits in Tagen, die aus BDT/GDT gelesen werden (0 = alles lesen).

9.GDT-Kategorie, unter der EMIL Daten an das PVS zurückliefert. Die GDT-Spezifikation stellt Anforderungen an den Kategorienamen. Ein nicht standardkonformer Name kann bei streng programmierten Empfangsschnittstellen Probleme verursachen.

10.In verschiedene Kategorien splitten (nur mit EMMA): Die Rückgabe einzelner Parameter wird auf verschiedene Kategorien verteilt, damit das PVS sie in bestimmte Kategorien des Krankenblatts einsortiert. Das PVS muss das unterstützen; nicht alle können es.

11.Feste Erweiterung, die bei der Rückgabe an die Patientennummer angefügt wird (12345 → 12345-xxx), z. B. um eine bei der Übergabe abgestreifte Mandantennummer wieder anzuhängen.

12.Fehlersuche: Die letzte Übergabedatei wird lokal aufbewahrt. Nach der nächsten Übertragung zeigt Anzeigen sie aufbereitet an (ohne Längenangabe, Kürzel und Inhalt getrennt). So prüfen Sie z. B., ob das PVS bestimmte Kürzel überträgt.

13.Das PVS hat einen permanent empfangsbereiten GDT-Server: Die Rückgabe ist dann immer möglich, auch im Kommandozeilenbetrieb (siehe unten).

Die Option Diagnosen NICHT einlesen, wenn diese vom PVS via BDT/GDT geliefert werden (ohne Nummer in der Abbildung) unterdrückt die Übernahme von Diagnosen.

Rückgabe an das Praxissystem

Ist unter (3) eine Rückgabedatei angegeben oder in Betriebsart A per Kommandozeile übergeben, können Sie in den Verlaufsdaten Daten zum aktuell gewählten Visit zurückliefern.

Manche PVS haben einen GDT-Server, der permanent Rückgabedaten empfängt und in die Patientenakte einfügt. Darüber kann EMIL unabhängig vom Aufruf aus dem PVS Daten zurückliefern (Option (13)). Voraussetzung: Die PVS-ID des Patienten ist in EMIL korrekt erfasst, damit das PVS die Daten zuordnen kann.