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Unter Administration/Datenbank finden Sie die Funktion Deduplizierung Mitbehandler. Sie sucht doppelt angelegte Einträge im Adressbuch und führt sie zusammen. Dubletten entstehen vor allem dann, wenn Adressen sowohl von Hand gepflegt als auch über eine Schnittstelle eingespielt werden.
Prüfen Sie das Ergebnis immer zuerst mit der Simulation und versichern Sie sich, dass Sie über eine aktuelle Datensicherung verfügen. Es werden zwar keine Adressen gelöscht und die Zusammenführung wird protokolliert, das Rückgängigmachen ist aber aufwändig.
Kriterien
Zwei Einträge gelten als Dublette, wenn alle angehakten Kriterien übereinstimmen. In der Vorgabe sind alle vier Kriterien aktiv, was die sicherste Einstellung ist. Je weniger Kriterien Sie aktivieren, desto mehr Fundstellen entstehen und desto größer ist die Gefahr, zwei verschiedene Personen zusammenzuführen.
•Vor- und Nachname vergleicht die Namen ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung.
•Arztnummer vergleicht die Nummer des sendenden Systems, die über eine Schnittstelle oder beim Import aus dem Vorgängersystem gefüllt wird.
•Ort und Straße vergleichen die Anschrift. Bei der Straße werden Leerzeichen ignoriert, damit auch unterschiedliche Schreibweisen der Hausnummer gefunden werden.
•Namen nur klanglich vergleichen findet auch abweichende Schreibweisen wie Schulz und Schulze. Diese Option erzeugt deutlich mehr Fundstellen und ist in der Vorgabe ausgeschaltet.
Ein Kriterium zählt nur, wenn bei beiden Einträgen etwas eingetragen ist. Ein Eintrag ohne Arztnummer wird also bei aktiviertem Nummernkriterium nicht mit einem anderen Eintrag ohne Nummer zusammengeführt, sondern bleibt außen vor. Dasselbe gilt für einen Eintrag ohne Nachnamen.
Haupteintrag und Zusammenführung
Innerhalb einer Gruppe wird der Eintrag zum Haupteintrag, der bei den meisten Patienten hinterlegt ist. Bei Gleichstand entscheidet die Zahl der Dokumente, danach das Alter des Eintrags. Ein bereits deaktivierter oder als verstorben markierter Eintrag wird nie Haupteintrag; enthält eine Gruppe ausschließlich solche Einträge, wird sie im Bericht aufgeführt und übergangen.
Umgehängt werden ausschließlich die Zuordnungen zu den Patienten, also die Einträge unter Pat-Kontakte. Die Rolle bleibt dabei unverändert, es wechselt nur die dahinterliegende Adresse. Ist eine Zuordnung beim Haupteintrag bereits vorhanden, also derselbe Patient in derselben Rolle, entfällt sie und wird im Bericht als bereits vorhanden ausgewiesen. Ein von Hand gesetzter Haken für den Briefversand bleibt erhalten.
Dokumente, Dokumentvorgänge und Einträge der KIM-Versandliste bleiben bewusst an der Dublette. Sie halten fest, was damals tatsächlich passiert ist, und damals wurde eben dieser Adresseintrag verwendet. Der Bericht weist aus, wie viele solcher Einträge an der deaktivierten Adresse verbleiben. Für alles Künftige ist nur noch der Haupteintrag im Zugriff, weil deaktivierte Adressen in der Auswahl nicht mehr erscheinen.
Die Dublette wird anschließend deaktiviert und nicht gelöscht. Sie erscheint damit nicht mehr in der Auswahl, bleibt aber für Rückfragen erhalten.
Leere Felder ergänzen
Mit dieser Option werden Felder, die beim Haupteintrag leer sind, aus der Dublette gefüllt, beispielsweise eine Faxnummer oder eine Anrede, die nur in der Dublette gepflegt wurde. Vorhandene Angaben des Haupteintrags werden dabei nie überschrieben. Die Option ist in der Vorgabe ausgeschaltet, weil der Bericht ohne sie leichter zu beurteilen ist.
Simulation und Bericht
Die Schaltfläche Simulation führt den kompletten Vorgang aus und verwirft ihn am Ende wieder. Der Bericht zeigt also genau das, was auch beim echten Lauf passieren würde, einschließlich der Zuordnungen, die wegen einer bereits vorhandenen Verknüpfung entfallen. An der Datenbank wird dabei nichts verändert.
Der Bericht listet je Gruppe den Haupteintrag und die Dubletten mit der jeweiligen Zahl an Patienten, Dokumenten, Dokumentvorgängen und KIM-Einträgen sowie die durchgeführten Umhängungen. Sie können ihn drucken oder über das Kontextmenü in die Zwischenablage übernehmen.
Erst die Schaltfläche Zusammenführen führt den Vorgang wirklich aus. Jede Zusammenführung wird im Systemprotokoll vermerkt, die geänderten Zuordnungen sind zusätzlich im Audittrail nachvollziehbar.