Probenkonfiguration (+)

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Probenkonfiguration (+)

Die Konfiguration besteht aus zwei Teilen: dem Etikett – Probenident, Barcode und die vier Textzeilen – und den Codelisten, aus denen Probenarten, Transportmedien, Lagerorte, Begründungen und Reservierungsgründe ausgewählt werden. Beides steht im selben Dialog, den Sie über den Ribbon-Button Konfiguration öffnen.

Etikett, Probenident und Barcode

Alles, was auf dem Probenetikett steht, richten Sie auf dem Reiter Etikett ein. Die Maske dort ist wie das Etikett aufgebaut: links der Barcode, rechts die vier frei belegbaren Textzeilen, darunter die lange Zeile mit dem Probenident. Rechts daneben stehen Drucker, Etikettengröße und Versatz – die gelten nur für den Arbeitsplatz, an dem Sie gerade sitzen.

Die vollständige Beschreibung – alle Platzhalter, die beiden Barcodetypen, der Aufbau des Probenidents und die drei freien Felder – steht unter Probenetikett und Etikettendrucker.

Zwei Dinge dazu vorweg: Änderungen wirken sich sofort auf neu angelegte und neu gedruckte Proben aus, und ein einmal vergebener Probenident bleibt, wie er ist – nachträglich umschreiben lässt er sich nicht.

Bioprobenfunktion einschalten

Damit der Probenbereich überhaupt erscheint, muss die Bioprobenfunktion eingeschaltet sein. Das ist die einzige Angabe zu den Bioproben, die noch in den Systemeinstellungen steht, und sie bleibt dem Programmadministrator vorbehalten: Administration|Systemeinstellungen, SystemeinstellungAllgemein, Eintrag Bioproben-Funktion auf Ja.

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Alles Weitere – Probenident, Barcode, Etikettzeilen, freie Felder, Voretikett und die Codelisten – wird nicht mehr dort eingestellt, sondern im Modul selbst: auf den Reitern dieses Dialogs. Bis Mitte 2026 standen dieselben Werte zusätzlich in den Systemeinstellungen unter Bioproben; diese Gruppe ist entfallen, weil zwei Wege zu denselben Werten in der Praxis auseinanderliefen.

Codelisten

Die Auswahllisten des Moduls pflegen Sie über den Ribbon-Button Konfiguration. Er steht an zwei Stellen: auf dem Reiter Bioproben in der Akte und im Laborbereich. Bedienen darf ihn, wer das Recht Bioproben: Listen konfigurieren, fremde Reservierungen aufheben besitzt; ohne dieses Recht ist der Button sichtbar, aber ausgegraut.

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Materialien – die Probenarten, siehe unten.

Transportstoffe – die Transportmedien.

Lagerorte – die Auswahl für die Einlagerung im Labor. Hier gehören die Orte hinein („Freezer 17"), nicht die einzelnen Plätze darin: die Feinstelle („Box 3, Slot 4") trägt der Anwender am Probendialog als Freitext daneben ein.

Begründungen – die Gründe, die beim Archivieren und Vernichten abgefragt werden. Direkt unter der Liste stellen Sie ein, welcher davon vorgeschlagen wird.

Reservierungsgründe – die Projekte, für die Proben reserviert werden können, siehe Selektion und Reservierung.

Für alle fünf Listen gilt dieselbe Logik: mitgelieferte System-Codes sind gesperrt, eigene Einträge frei bearbeitbar. Ein Code, der bereits an einer Probe hängt, lässt sich nicht löschen – er wird stattdessen stillgelegt. Er verschwindet dann aus den Auswahllisten, bleibt aber an den Proben stehen, die ihn tragen, sodass alte Datensätze lesbar bleiben.

Materialien und Aliquot-Materialien

Die Probenarten sind der einzige Reiter mit einem eigenen Bearbeitungsdialog. Er fragt fünf Dinge ab:

die Art: Material oder Aliquot. Das ist die wichtigste Angabe. Ein Material ist das, was dem Patienten abgenommen wird – Vollblut, Urin, Gelenkflüssigkeit. Ein Aliquot-Material entsteht erst im Labor durch das Aufteilen, etwa Serum, Plasma oder PBMC;

die Bezeichnung, wie sie in allen Auswahllisten erscheint;

den Labelcode – ein Kürzel, das über den Platzhalter $(materialcode) auf das Etikett und in den Barcode kann, wo für die ausgeschriebene Bezeichnung kein Platz ist;

die Einheit – die Mengeneinheit, in der bei dieser Probenart die Restmenge geführt wird, etwa „ml", „µl" oder „Stück". Sie hängt bewusst am Material und nicht an der einzelnen Probe: jede Probe erbt sie über ihre Probenart. Der Probendialog und der Aliquotierdialog zeigen sie hinter dem Feld Restmenge an. Bleibt sie leer, steht dort nichts – die Restmenge selbst funktioniert trotzdem;

bei einem Aliquot-Material zusätzlich, aus welchen Materialien es gewonnen wird. Mehrfachauswahl – Serum kommt aus mehr als einem Ausgangsmaterial. Die Angabe ordnet nicht nur die Liste im Reiter, in der die Materialien jeweils mit ihren Aliquot-Arten darunter stehen: sie steuert die Auswahl beim Aliquotieren.

Die Unterscheidung wirkt sich unmittelbar auf die Auswahllisten aus: Beim Anlegen einer Abnahme werden nur die Materialien angeboten. Im Aliquotierdialog erscheinen nur die Aliquot-Arten, die zur Probenart der aufzuteilenden Probe passen – aus Vollblut also Serum, Plasma und PBMC, nicht die Aliquot-Arten des Urins. Pflegen Sie die Zuordnung also sorgfältig; sie ist das, was die Auswahl im Labor kurz hält.

Trägt eine bestehende Probe eine Aliquot-Art, wird sie im Probendialog nachgetragen, statt still verlorenzugehen. Passt keine Aliquot-Art zur Probenart – oder ist überhaupt keine konfiguriert –, bietet der Aliquotierdialog ersatzweise alle Materialien an, sonst ließe sich gar nicht aliquotieren.

Bei der Selektion im Laborbereich gilt das ausdrücklich nicht: dort stehen beide Arten zur Wahl, weil dort gesucht und nicht angelegt wird.