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Outbound-Kanäle von FELIX (HL7 Schnittstelle) übergeben Daten aus EMIL an externe Systeme. Den Nachrichtenbody jedes Kanaltyps legt ein Template fest. Es enthält einen direkt nutzbaren Standard, kann aber komplett an eigene Bedürfnisse angepasst werden: Sie fügen feste Texte (z. B. Quelle und Ziel im MSH-Segment) oder Variablen ein. Die verfügbaren Variablen stehen unter Variablen in den Templates am Ende dieser Seite.
Ist die Übertragung ins Klinikarchiv in der Textverarbeitung konfiguriert, werden freigegebene Dokumente auf allen definierten MDM-Ausgabekanälen ausgegeben!
Die Nachricht T02 versendet ein Dokument als eingebettetes, Base64-kodiertes PDF ans Archiv, T11 storniert ein bereits versendetes Dokument, wenn die Freigabe zurückgenommen wird. Beide werden aus dem Template erstellt.
Die ORU-Nachricht wird bei Änderung von Items erzeugt, die im Datendictionary dafür markiert sind:

Der Nachrichtenbody ist als Template veränderbar. Die Items selbst werden als OBX-Segmente ausgegeben: Zahlen als Typ NM mit Einheit, kodierte Felder und einzeilige Texte als TX, Freitextfelder als FT. Der Aufbau der OBX-Segmente ist nicht veränderbar:
OBX|1|NM|RHVASAKTIV^Aktivität (Patient)||100|mm|||||F
OBX|2|TX|BEHARZT^Behandler||Dr. Dulliöh||||||F
OBX|3|FT|DAUDIAG^Dauerdiagnosen||F34.- Anhaltende affektive Störungen\N\B25.2 Pankreatitis durch Zytomegalieviren\N\A46 Erysipel [Wundrose]\N\D64.2 Sekundäre sideroachrestische [sideroblastische] Anämie durch Arzneimittel oder Toxine\N\G63.3 Polyneuropathie bei sonstigen endokrinen und Stoffwechselkrankheiten||||||F
Der Kanaltyp Outbound HL7/BAR (Diagnosen) überträgt die Diagnosen eines Patienten ins Zielsystem, sobald sie sich ändern. Gespeist wird die Nachricht aus den festen Daten: Rheuma-, Derma- und Gastro-Hauptdiagnose, Rheuma-Nebendiagnose sowie die ICD-10-Codes, die aus dem Freitext der Dauerdiagnosen extrahiert werden.
•Auslöser: Ändert sich der Inhalt eines dieser Felder, wird der Patient vorgemerkt, und der nächste Durchlauf der Schnittstelle erzeugt die Nachricht, in der Regel in weniger als einer Minute. Jede Nachricht enthält immer die vollständige aktuelle Diagnosenliste, nicht nur die Änderung.
•Keine Bestandsdaten: Übertragen wird nur, was sich ändert; vorhandene Diagnosen werden nicht nachgeliefert.
•Ohne KIS-Patienten-ID keine Übertragung: Patienten ohne KIS-Patienten-ID in den Stammdaten werden übersprungen, da das Zielsystem sie nicht zuordnen könnte; das entspricht der Dokumentübertragung (MDM). Wie viele Änderungen deshalb verworfen wurden, steht im Protokoll des Schnittstellendienstes.
•Dauerdiagnosen: Übernommen werden nur Zeilen, die vorne einen ICD-10-Code tragen, im Format „E10.4 Diabetes mellitus"; so legt sie auch der Diagnoseneditor an. Codes weiter hinten in der Zeile bleiben unberücksichtigt, in aller Regel sind das die Kreuz-Stern-Verweise des amtlichen Diagnosetextes. Reine Freitextzeilen ohne führenden Code werden nicht übertragen.
Im Template ist die Zeile, die mit DG1| beginnt, eine Vorlage für ein einzelnes Diagnosesegment und wird je Diagnose einmal wiederholt; ihren Aufbau können Sie an das Zielsystem anpassen. Die Reihenfolge ist fest: zuerst die Hauptdiagnose (Rheuma vor Derma vor Gastro), dann die übrigen Hauptdiagnosen, dann die Nebendiagnose, zuletzt die Codes aus den Dauerdiagnosen. Mehrfach vorkommende Codes werden nur einmal übertragen. Über den Ereignistyp im MSH-Segment des Templates legen Sie fest, ob P12, P01 oder P05 gesendet wird; Vorgabe ist P12.
Zusätzlich zu den allgemeinen Variablen stehen in der DG1-Zeile zur Verfügung:
Variable |
Inhalt |
$(setid) |
Laufende Nummer des Segments, beginnend bei 1. |
$(icd) |
ICD-10-Code der Diagnose. |
$(icdtext) |
Klartext zur Diagnose, auf 80 Zeichen gekürzt. Bei den Dauerdiagnosen ist das die Zeile, in der der Code gefunden wurde. |
$(diagdate) |
Datum im Format JJJJMMTT aus dem passenden Feld „Diagnose seit", sofern vorhanden. Bei Diagnosen aus den Dauerdiagnosen leer. |
$(prio) |
Rang der Diagnose, 1 für die Hauptdiagnose. |
$(diagtype), $(diagsich) |
Diagnosesicherheit, nur an der Hauptdiagnose gefüllt, sonst leer. $(diagtype) liefert die HL7-Entsprechung (F für gesichert, W für Verdacht), $(diagsich) den EMIL-Code (G oder V). |
Variable |
MDM |
ORU |
BAR |
Inhalt |
$(now) |
x |
x |
x |
Zeitpunkt der Nachrichtenerstellung im Format <Jahr vierstellig><Monat zweistellig><Tag zweistellig><Stunde (24h), zweistellig><Minute zweistellig><Sekunde zweistellig>. |
$(msgid) |
x |
x |
x |
Eindeutige Nachrichten-ID. |
$(pid) |
x |
x |
x |
KIS-Patientennummer des Patienten [leer, wenn keine im Stammdatenblatt angegeben!]. |
$(lastname) |
x |
x |
x |
Nachname des Patienten [leer, wenn keiner im Stammdatenblatt angegeben!]. |
$(firstname) |
x |
x |
x |
Vorname des Patienten [leer, wenn keiner im Stammdatenblatt angegeben!]. |
$(birthdate) |
x |
x |
x |
Geburtsdatum im Format <Jahr vierstellig><Monat zweistellig><Tag zweistellig>. |
$(gender) |
x |
x |
x |
Weiblich=F, Männlich=M, Divers=O, Unbekannt=U, Unbestimmt=A |
$(casenum) |
x |
x |
x |
Fallnummer des Visits, zu dem das Dokument erzeugt wurde bzw. zu dem die Daten gehören [leer, wenn keine angegeben!]. |
$(dockind) |
x |
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Dokumentenart, wie in EMIL definiert. Dient üblicherweise als Weiche im Archiv, um z. B. Befundbriefe und Bescheinigungen in verschiedenen Archivbereichen abzulegen. |
$(visitdate) |
x |
x |
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Zeitpunkt des Visits, zu dem das Dokument angelegt wurde bzw. zu dem die Daten gehören. Format siehe $(now). |
$(docdate) |
x |
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Erzeugungsdatum des Dokuments. Format siehe $(now). [Nur für T02 verfügbar!] |
$(docid) |
x |
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Dokumentennummer aus der EMIL-Dokumentnummer und der Version, damit sie bei jeder freigegebenen Version eindeutig ist. |
$(docfilename) |
x |
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Dokumentdateiname, gebildet aus <EMIL> + $(docid) + ".pdf" |
$(content) |
x |
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Inhalt des PDF-Dokuments in Base64-Kodierung. |
$(releaseuser) |
x |
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Benutzername (Login), mit dem das Dokument zuletzt freigegeben wurde. Bei T11 ist das der Benutzer der Freigabe, die storniert wird. |
$(releaseusername) |
x |
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Anzeigename des Benutzers, der das Dokument zuletzt freigegeben hat (wie in der Benutzerverwaltung hinterlegt). |
$(visitid) |
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x |
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Eindeutige Nummer des Visits, zu dem die Daten übertragen werden. Achtung: Werden Daten in diesem Visit nachgetragen, wird die VisitID wiederverwendet, da sie zum Visit gehört. Das gilt auch, wenn der Visit zeitlich verlegt wurde! |
$(pvsid) |
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x |
Identifikator des Praxissystems (PVS-ID aus den Stammdaten). |
$(subjectid) |
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x |
Interne EMIL-Nummer des Patienten. |