Definition von Kanälen

<< Klicken Sie, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >>

Navigation:  Schnittstellen > ITC-Connect (Zusatzprodukt) >

Definition von Kanälen

Die Grundeinstellungen zum Kanal befinden sich im oberen Teil des Kanaleditors. Man sollte jedem Kanal einen sprechenden Namen (1) geben, über den er in der Liste der Kanäle leicht identifizierbar ist.

Unter (2) wird der Kanaltyp gewählt. Inbound-Kanäle lesen Daten aus externen Quellen in die EMIL-Datenbank ein, zum Beispiel HL7 Daten aus Kis oder Labors. Outbound-Kanäle dienen dazu, Daten aus EMIL an externe Programme zu übergeben, beispielsweise freigegebene Briefe als MDM Nachricht an das Kliniksarchiv.

clip0354

Bei HL7 Inbound Nachrichten unterstützt ITC-Connect

ADT Nachrichten

ORU Nachrichten für Zahlen- und Textbefunde

Bei HL7 Outbound-Nachrichten unterstützt ITC-Connect

MDM Nachricht mit Base64 eingebettetem PDF Dokument

Grundsätzlich muss unter (4) entschieden werden, ob die Daten auf diesem Kanal in Form von Dateien oder via Netzwerk übertragen werden. Abhängig davon wird unter (3) entweder ein Dateipfad oder eine Adresse mit Port eingegeben.

Unter (5) können Sie den Kanal aktivieren und auch das Dateiformat zwischen ANSI und UTF8 umschalten. Bei MLLP Übertragung können Sie wählen, ob Nachrichten auf diesem Kanal mit einer normalen MLLP-Acknowledge-Sequenz oder einer HL7-Acknowledge-Nachricht quittiert werden. Diese Informationen erhalten Sie aus der Konfiguration der Gegenstelle.

Ausgabe freigegebener Dokumente

Wenn die Übertragung ins Klinikarchiv in der Textverarbeitung konfiguriert ist, werden freigegebene Dokumente auf allen definierten MDM Ausgabekanälen ausgegeben!

Fortgeschrittene Definition von Eingangskanälen

Im unteren Teil des Kanaleditors befindet sich eine Entwicklungsumgebung für den Script. Dieser Script ist das Zwischenglied zwischen der vorverarbeiteten Nachricht und der EMIL-Patientenakte. Wenn das Kliniksystem und -Labor sich sauber an den HL7 Standard halten, muss der Script für die korrekte Verarbeitung nicht angepasst werden. Für die Anpassung sind allerdings gewisse Programmierfähigkeiten in der Sprache Pascal erforderlich. Ein fehlerhafter Script führt natürlich zu einer Fehl- oder Nichtfunktion des Kanals. In komplxen Fällen können Sie den ITC-Service beauftragen, die Anpassungen durchzuführen.

clip0355

Unter (1) findet sich der Script-Editor. In (2) wird der Inhalt einer vorverarbeiteten HL7 oder HCM Nachricht angezeigt. Unter (3) erfolgt die Ausgabe des Scripts. Mit (4) können Beispielnachricten in Dateiform eingelesen werden, um damit den Script zu testen. (5) führt den Script aus und gibt dabei auftretenden Fehler (Kompilierung bzw. Ausführung) in der Konsole (3) aus. mit (6) kann der um jeweiligen Format passende Vorgabescript geladen werden, was alle Änderungen gegenüber dem Standard rückgängig macht. Die Funktion (7) leert die Konsole.

Grundsätzlich sind Nachrichten in sogenannte Segmente unterteilt, die zum Teil auch mehrfach vorkommen können und abhängig vom Nachrichtenformat bestimmte Bezeichnungen und Inhalte haben. Die Verarbeitung der Nachricht geschieht segmentweise mit der Funktion NextSegment. Innerhalb eines Segments können Werte bestimmter Positionen gelesen mit GetData werden, die bei HL7 (2) folgenden Aufbau haben:

Feldposition - Wiederholung - Subfeldposition - SubSubfeldposition, z.B. 3-1-2-1

Um die Scripterstellung zu vereinfachen, können Sie aus den Beispieldaten (2) per Ziehen und Ablegen passende GetData Kommandos in den Script ziehen.

Bei HCM Format sind die Positionsbeszeichnungen mit den Feldnamen identisch. Da das HCM-Format starr ist, führen dort Erweiterungen zwangsläufig dazu, dass die Vorverarbeitung fehlschlägt, da sich durch das Einfügen eigener Informationen in das Format alle nachfolgenden Informationen verschieben und HCM fest mit genauen Positionen arbeitet. Wenn Ihr HCM Format erweitert oder angepasst wurde, finden Sie unter (8) bei HCM einen Editor, in dem Sie eigene Felddefinitionen einfügen können.

clip0356

Im folgenden Abschnitt finden Sie die Referenz der Scriptfunktionen.